Coaching vs. Therapie

Weiterentwicklung, Reflexion, Wohlbefinden, mentale Gesundheit – Begriffe, die in unserer Gesellschaft gerade in aller Munde sind. In dem Zusammenhang ist auch von Coaching und Therapien viel die Rede. Doch bei all den kurzen und knappen Wissensimpulsen rund um diese Themen in den sozialen Medien, wird oft nicht der Unterschied beider Begriffe deutlich. Wir bringen Licht ins Dunkle.

Was ist Coaching?

Für Coaching gibt es keine allgemeine, einheitliche und anerkannte Definition. Das liegt daran, dass es sich dabei um keinen geschützten Begriff handelt, wie es zum Beispiel bei Physiotherapie der Fall ist. Vielmehr handelt es sich um ein Konzept, in dem Personen mit Hilfe von Coaches die Möglichkeit haben über sich selbst hinauszuwachsen. Das kann im Privaten als auch in der Berufswelt sein. Sei es die eigenen sportlichen, kommunikativen oder sozialen Fähigkeiten zu verbessern oder die eigene Resilienz zu stärken -im Fokus des Coachings steht die persönliche Weiterentwicklung.

Was ist (Psycho-)Therapie?

Bei der (Psycho-)Therapie handelt es sich um ein Handlungsfeld der Gesundheit und ein Teilgebiet der Psychologie. Hier wird der seelische Zustand einer Person näher betrachtet und somit die mentale Gesundheit unter die Lupe genommen. Eine (Psycho-)Therapie ist eine tiefgehende Maßnahme, die oft aufgrund psychischer Erkrankungen oder Problemen in Anspruch genommen wird. Personen setzen sich dabei in Sitzungen mit ausgebildeten Psycholog*innen bzw. Psychiater*innen mit ihrer persönlichen Vergangenheit und gemachten Erfahrungen auseinander, um mental stabiler zu werden und ihre Lebensführung zu verbessern.

Coaching oder Therapie – Was brauche ich?

Hast du mentale Probleme, ist eine Absprache mit deinem Hausarzt ratsam. Hierbei eignet es sich eher eine Therapie in Betracht zu ziehen, um Ursachen herauszufinden. Wichtig zu erwähnen ist, dass du dafür nicht mit schweren psychischen Problemen zu kämpfen haben musst und du dich nicht für die Inanspruchnahme professioneller Hilfe schämen brauchst. Denn es ist lobenswert, frühzeitig zu handeln und für sich und seine Gesundheit einzustehen. Fühlst du dich mental jedoch stark und fit, möchtest aber deine persönliche Weiterentwicklung voranbringen, eignet sich ein Coach. Dieser kann dich bei der deinem Wachstum in einem für dich passenden Lebensbereich unterstützen.

Was übernimmt die Krankenkasse?

Da (Psycho-)Therapien dazu dienen, gesundheitliche Gefährdungen zu verringern und die Ausbildung sowie der Begriff geschützt sind, werden jene Kosten für die Sitzungen von Krankenkassen übernommen, wenn eine Kassenzulassung und ein Behandlungsbedarf vorliegen. Bei einer gesetzlichen Versicherung sollte dabei darauf geachtet werden, dass die gewählte bzw. der gewählte Psychologe/Psychologin bzw. Psychiater*in eine Kassenzulassung besitzt. Bei Coachings liegt oft keine Erkrankung oder Gefährdung der mentalen Gesundheit vor. Es ist vielmehr ein Bonus und eine weitere Verbesserung der persönlichen Fähigkeiten. Da es zudem kein geschützter Begriff und auch keine geschützte Ausbildung ist, übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht.