Wie funktioniert das mit dem Krankengeld?

Krankengeld ist eine finanzielle Unterstützung für Arbeitnehmer:innen, die aufgrund von Krankheit oder Unfall für eine bestimmte Zeit nicht arbeiten können. Die Krankenkassen übernehmen die Zahlung des Krankengeldes für einen begrenzten Zeitraum, um sicherzustellen, dass die Betroffenen in dieser schwierigen Zeit finanziell abgesichert sind.

Wie läuft das ab?

Wenn ein Arbeitnehmender aufgrund von Krankheit oder Unfall für mehr als 6 Wochen arbeitsunfähig wird, muss er eine ärztliche Bescheinigung, eine sogenannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) vorlegen. Die AU wird normalerweise vom Arzt direkt an die Krankenkasse geschickt, um den Anspruch auf Krankengeld zu prüfen. Der Anspruch auf Krankengeld beginnt ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit und dauert in der Regel bis zu 78 Wochen.

Wie lange bekommt man Geld, wenn man AU ist?

In den ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit zahlt der Arbeitgeber weiterhin das Gehalt oder den Lohn. Danach übernimmt die Krankenkasse die Zahlung des Krankengeldes. Die Höhe des Krankengeldes richtet sich nach dem Bruttoeinkommen des Versicherten und beträgt 70 Prozent des Bruttoeinkommens. Es gibt jedoch eine Obergrenze, die nicht überschritten werden kann.

Übermittlung der AU an die Krankenkasse

Seit 2021 müssen Ärzte die AU elektronisch an die Krankenkassen übermitteln. Dadurch soll die Übermittlung beschleunigt und der bürokratische Aufwand verringert werden. Der Arbeitnehmer muss sich nur noch darum kümmern, dass die AU vom Arzt ausgestellt wird und die Krankenkasse über die Arbeitsunfähigkeit informiert wird.

Was passiert danach?

Wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als 6 Wochen dauert, wird die Krankenkasse den Versicherten auffordern, einen Antrag auf Krankengeld zu stellen. Der Antrag muss innerhalb von sieben Tagen vor Ablauf der 6 Wochen gestellt werden, da sonst eine Unterbrechung der Zahlung erfolgen kann. Es ist wichtig, dass der Antrag vollständig ausgefüllt und alle erforderlichen Unterlagen beigefügt werden.

Dauer der Zahlung des Krankengeldes

Wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als 6 Wochen dauert, wird die Krankenkasse das Krankengeld zahlen. Die Dauer der Zahlung richtet sich nach der voraussichtlichen Dauer der Arbeitsunfähigkeit, die in der ärztlichen Bescheinigung angegeben ist. Wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als 78 Wochen dauert, wird das Krankengeld in der Regel eingestellt. Außerdem kommt ab einer Krankheitsdauer von 6 Wochen die Pflicht zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement zum Tragen – informiere dich gerne hier genauer zu diesem Thema.

Wie hoch ist das Krankengeld?

Die Höhe des Krankengeldes beträgt 70 Prozent des Bruttoeinkommens, jedoch höchstens 90 Prozent des Nettolohns. Das bedeutet, dass die Höhe des Krankengeldes begrenzt ist, wenn das Bruttoeinkommen sehr hoch ist. Die genaue Höhe des Krankengeldes kann bei der jeweiligen Krankenkasse erfragt werden.

Fazit

Krankengeld ist eine wichtige finanzielle Unterstützung für Arbeitnehmer:innen, die aufgrund von Krankheit oder Unfall vorübergehend nicht arbeiten können. Es ist wichtig, die Regelungen zum Krankengeld zu kennen und sich frühzeitig bei der Krankenkasse zu informieren, um finanzielle Engpässe zu vermeiden.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass die Regelungen zum Krankengeld je nach Krankenkasse und individueller Situation variieren können. Daher sollten Arbeitnehmende sich bei ihrer Krankenkasse über die genauen Regelungen und Voraussetzungen informieren. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, besuche gerne die Homepage der Mobil Krankenkasse. Darüber hinaus kann es auch sinnvoll sein, eine private Krankentagegeldversicherung abzuschließen, um im Falle einer längeren Krankheit finanziell besser abgesichert zu sein.