Was steckt eigentlich hinter dem Begriff Ayurveda?

Dem Begriff „Ayurveda“ sind wir alle schon einmal begegnet. Die meisten denken, wenn sie das Wort hören, vielleicht an Alternativmedizin, Pflanzenheilkunde und Indien.

Doch was genau steckt eigentlich hinter diesem Begriff?

Wörtlich übersetzt bedeutet Ayurveda „Lebensweisheit“ oder auch „Lebenswissenschaft“ und gilt als das älteste Gesundheitssystem der Welt. Von der WHO wird Ayurveda als traditionelle Medizin anerkannt. Ayurveda hat einen ganzheitlichen Anspruch und konzentriert sich somit auf die für menschliche Gesundheit und Krankheit ausschlaggebenden physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Aspekte.

Ayurvedisch arbeitende Therapeuten behandeln dementsprechend nie nur ein Symptom, sondern sehen den Menschen in seiner Individualität auf allen Ebenen von Körper, Geist und Seele. So werden beispielsweise nicht nur der akute Gesundheitszustand und die körperliche Konstitution mit einbezogen, sondern auch die geografischen und kulturellen Einflussfaktoren des Menschen.

Hierbei beinhaltet Ayurveda vier zentrale Elemente: die Ayurveda-Massage, Ernährungslehre, spirituelle Yogapraxis und Pflanzenheilkunde.

Ayurveda ist ein traditionelles indisches medizinisches System, in welchem unter anderem Änderungen im Lebensstil und Kuren dabei helfen gesund zu bleiben oder Krankheiten zu behandeln. Hierbei stehen stets die persönlichen Bedürfnisse im Vordergrund.

Das System stützt sich auf die drei Lebensenergien:

Vata (das Prinzip der Bewegung), Kapha (das Prinzip der Stabilität und Substanz) und Pitta (das Prinzip der Transformation und des Stoffwechsels), sowie auf die fünf Naturelemente Feuer, Wasser, Luft, Erde und Raum. Jeder der Lebensenergien werden bestimmte Charakteristiken zugeschrieben. Gerät etwas aus dem Gleichgewicht, kommt es zu einer körperlichen Reaktion, die sich in Krankheitssymptomen äußern kann. Aus der Sicht des ayurvedischen Ansatzes ist Gesundheit also kein statischer Zustand, sondern das Ergebnis eines dynamischen Fließgleichgewichts, das sich zwischen den Polen Gesundheit und Krankheit bewegt. Besteht ein Ungleichgewicht, wird herausgefunden, wo dieses liegt und hieran wird dann die Therapiemethode angesetzt.

Was verbindet Yoga und Ayurveda?

In beiden Praktiken steht die Heilung im Vordergrund, wobei Yoga eher auf die körperliche, Ayurveda verstärkt auf die geistige Ebene abzielt. Im Kern haben Yoga und Ayurveda Gesundheit, Achtsamkeit, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit gemeinsam, sowie auch die Verbindung zum höheren Selbst und die Verbindung von Körper, Geist und Seele. Die beiden Konzepte werden häufig in Kombination angeboten, da sie sich in der Therapie gut ergänzen können.

Ist Ayurveda wissenschaftlich bewiesen?

Ayurveda ist nicht als wirksame medizinische Therapie anerkannt.

Wissenschaftliche Prinzipien, die erfüllt werden müssen, um der konventionellen Medizin zu genügen, fehlen und es gibt kaum methodisch akzeptable Studien zu dieser Heilkunst.